Rezensionen

Blog Love von Julia Zieschang

Unbenannt

Inhalt des Buches

**Wenn Chaos glücklich schmeckt… #foodblog**

Vanny Mandel liebt Cupcakes und Sauberkeit. Als Foodbloggerin und Ordnungsfanatikerin ist sie nicht nur ständig mit der Kamera, sondern auch mit dem Staubwedel unterwegs. Das Chaos ist also vorprogrammiert, als Vanny gemeinsam mit zwei disziplinlosen Jungs in eine WG zieht, die mit ihrer lässigen und ungestümen Lebensweise dauerhaft gegen all ihre Prinzipien verstoßen. Vor allem ihr äußerst spontaner und gutaussehender Mitbewohner Lukas bringt Vanny mehr und mehr aus dem Konzept. Durch ihn beginnt die sonst so tadellose und geordnete Bloggerin, völlig zu vergessen, was ihre gesamte Welt eigentlich zusammenhält…

Wenn Ordnung zwanghaft ist

Beim Lesen des Klappentexts hätte ich die Protagonistin Vanny ganz anders eingeschätzt. Ich dachte sie wäre ein wenig ordentlicher wie andere Menschen, doch das war leider ein Irrtum. Mit ihrem Verhalten ging sie mir teilweise sehr auf den Keks. Ihr Ordnungsfimmel war sehr ausgeprägt und nahm zeitweise schon zwanghafte Züge an. Nichts ist sauber oder ordentlich genug. Es gibt ziemlich am Anfang eine Szene, wo Vanny im Supermarkt ist und unteranderem auch Mehl kaufen möchte. Eigentlich eine ganz normale Alltagssituation, doch nicht in dieser Geschichte. Vanny findet, dass das Mehlregal total falsch sortiert und eingeräumt wurde. Kurzerhand ordnet sie also im Supermarkt das Regal neu. Normal ist so eine Reaktion nun ja nicht gerade, dennoch ist mir bewusst, dass es Menschen gibt, die unter solchen Zwängen leiden und das möchte ich auch gar nicht runterspielen. Allerdings habe ich mich bei dieser Situation gefragt, warum ihre Eltern anscheinend nie mit ihr über ihre „Liebe“ zur Ordnung geredet haben. Ein solches Verhalten kommt ja nicht plötzlich über Nacht. Ich persönlich könnte mit so einer Person nicht zusammen leben ohne mit ihr an einander zu geraten. Auch das Probleme nur gelöst wurden in dem die anderen Charaktere ihre Bedürfnisse hintenangestellt haben, gefiel mir überhaupt nicht. Es wurden Konflikte somit nicht wirklich gelöst. Außerdem wurde mir die Protagonistin dadurch noch unsympathischer. Was mir ebenfalls nicht gefiel, war die Tatsache, dass Vanny ständig mit ihren Gedanken abgeschweift ist, selbst oder gerade, wenn andere mit ihr geredet haben. Bei jeder Situation, wo dies der Fall war, kam der Vergleich mit J.D. aus Scrubs und ich dachte nur: „Ja, ich habe es verstanden sie ist in diesem Punkt wie er.“

Die Nebencharaktere Matze und Steffi wurden meines Erachtens nicht wirklich gut in die Geschichte eingebunden und man hat nicht richtig was über sie erfahren. Die Folge war, dass man zu den beiden keinen richtigen Zugang gefunden hat, was ich sehr schade fand. Darüber hinaus fand ich Steffis Verhalten gegenüber Vanny teilweise ziemlich deplatziert. Sie hat sich des Öfteren einfach nicht wie eine Freundin verhalten. Des Weiteren fand ich es schade, dass Vanny kein Austausch mit anderen Bloggern hatte. Ihre Leidenschaft fürs Bloggen wurde zwar thematisiert und diese Stellen waren auch gut, aber irgendwie hat mir dieser Austausch dennoch gefehlt. Schade war es ebenfalls, dass ihre einzige Freundin Steffi war, was man natürlich auch auf ihren Ordnungswahn zurückführen könnte.

Wer mir hingegen gut gefallen hat war Lukas. Er hat Vanny Konter gegeben und sich nicht alles von ihr bieten lassen. Zusätzlich dazu hat man sehr schön während des Lesens eine Veränderung in seiner Person mitbekommen. Die Liebesgeschichte der beiden wurde allerdings nicht gut herausgearbeitet. Sie fand im ersten Teil der Geschichte fast gar nicht statt und am Ende ging es dann zu schnell.

An manchen Stellen war die Geschichte aber auch witzig und hatte einen Humor über den man lachen konnte, doch leider überwogen diese Stellen nicht.

Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass es sich um einen sehr einfachen handelt, der einem das Lesen nicht erschwert und den Leser gut durch das Buch durchbringt, allerdings konnte ich mich mit dem Schreibstil der Autorin dennoch nicht wirklich anfreunden.

Fazit

Als leichte Sommerlektüre ohne einen hohen Anspruch zu erwarten, geht die Geschichte durch aber alles in allem hat sie mich einfach nicht überzeugen können. Ich finde es so wieso schwierig, wenn man so gar nicht mit dem Protagonisten kann, weil irgendwie soll das ja die tragende Figur der Geschichte sein.

Insgesamt bekommt die Geschichte von mir gut gemeinte 2,5 Sterne.

 

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